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Heiko E101Der Eiger Ultra- Trail E101 ist eines der härtesten Trailrennen überhaupt. Mit Start in Grindelwald führt er durch die atemberaubende Bergkulisse des Berner Oberlandes und bietet als Schmankerl obendrein noch eine Traversalpassage direkt unterhalb der Eiger- Nordwand. Heiko Enzmann vom TuS Gutach hat sich der Herausforderung gestellt und sein Training im vergangenen Jahr diesem großen Ziel untergeordnet. Bereits am 31. Oktober 2017, also bereits neun Monate im Voraus, war der Ultratrail mit 101km und 6700 Höhenmetern ausgebucht.

 

Enzmann konnte sich also lange Zeit auf sein großes Highlight vorbereiten, was auch unbedingt erforderlich ist. Der Startschuss erfolgt bereits um vier Uhr morgens, so dass auch diese frühe Startzeit ins Training integriert werden muss. Alpines Gelände, Sprünge am Felsen, Bachstürze und „mörderische Downhillpassagen“ fordern den Läufern alles ab. Von Grindelwald geht’s um 4.00 Uhr morgens hinauf auf den Grindelwalder Hausberg „First“ mit 2681m, wo gleich die ersten gut 1000 Höhenmeter absolviert werden. Über Busalp, Faulhorn (2680) und Schynige Platte folgt einer jener Donwhills bis ganz ins Tal nach Burglauen, wo bei km 53 auch die Hälfte der Distanz absolviert ist. Viele Läufer machten hier von der Möglichkeit Gebrauch, nach Grindelwald abzubiegen, doch Heiko Enzmann nahm’s auch mit der zweiten Hälfte der (Tor)tour auf. Allerdings machten Sturm, Regen und ein Gewitter eine Unterbrechung des Rennens in Wengen notwendig, so dass alle Läufer mit der Gondel zum „Männlichen“ gebracht wurden. Ein Neustart des Rennens erfolgte dann um 20.00 Uhr abends, als es den Verantwortlichen wieder als sicher erschien, die Läufer auf die nächtliche Passage des Eigergletschers zu schicken. Für Heiko Enzmann endete das Abenteuer „E101“ dann mit einer unglaublich harten Bergabpassage über 18km vom Eiger hinunter nach Grindelwald. 80km, 4800 Höhenmeter hatte der TuS- ler trotz verkürzter Strecke in den Beinen und kam überglücklich nach 16 Stunden und 48 Minuten ins Ziel. „Ein unglaubliches Erlebnis, mit vielen tollen Begegnungen“, schwärmt Enzmann hinterher. „Die Strapazen sind enorm, doch man wird für alles belohnt.“